Meine Story

Über Paul Scheuschner

Die Geschichte meines Krankheitsverlaufs reicht bis zur Geburt zurück. Schon als Baby hatte ich sehr ausgeprägte Neurodermitis, besonders im Gesicht, jedoch auch am restlichen Körper. In der Nacht wurden die Stellen öfter vorsorglich mit Mullbinden umwickelt, um ruhiger und möglichst kratzfrei schlafen zu können. Zu Beginn der Schulzeit habe ich dann zum ersten Mal bewusst wahrgenommen, wie die Krankheit auf Dritte wirkt. Immerhin war nicht mehr mein Gesicht betroffen, nun jedoch insbesondere meine Hände und weitere Körperpartien. Ich war schrecklich unglücklich und habe mich geschämt. Beispielsweise durch dicke Pullover und Hemden mit langem Arm konnte so viel Haut wie möglich verdeckt werden. Wenn ich darauf angesprochen wurde, habe ich mir immer etwas einfallen lassen und es nie direkt kommuniziert.

In der folgenden Zeit gab es einen intervallartigen Verlauf der Neurodermitis. Mir ging es mal besser, mal schlechter.

Im Sommer 2008 habe ich mit Krafttraining begonnen. Etwa ein halbes Jahr später wurde meine Haut Stück für Stück schlechter. Bis dahin war mir noch keine Verbindung bewusst. Irgendwann ging es mir so miserabel, dass meine Lebensqualität deutlich eingeschränkt war. Nachdem ich etliche Heilmethoden ausprobiert habe, auch mehrere Nahrungsmittelumstellungen (z.B. kein Verzehr der typischen Allergene Hühnerei, Kuhmilch, Weizen und Soja sowie laktosefreie, vegane und Paleo-Ernährung) gemacht habe, war ich mit meinen Ideen fast am Ende. Irgendwann, das war erst im Frühjahr 2014, habe ich herausgefunden, das es offenbar einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von verschiedenen Eiweißshakes und der Ausprägung bzw. dem Juckreiz meiner Neurodermitis besteht. Danach habe ich natürlich Nahrungsergänzungen komplett von meinem Ernährungsplan gestrichen, um der Sache auf den Grund zu gehen. Auf einmal wurde alles deutlich besser. So gut, das ich heute praktisch symptomfrei bin. Mein Körper hat offenbar das überschüssige Eiweiß, das nicht verarbeitet werden konnte, an die Haut abgegeben.

Ich hatte schon lange vor dieser Erkenntnis meine generelle Ernährung monateweise komplett umgestellt und auf alles verzichtet, was nur ansatzweise mit der Neurodermitis in Zusammenhang stehen könnte. Die Aufnahme von zusätzlichen Eiweißen jedoch nicht gestoppt. Ich wollte deswegen nicht meinen Trainingsplan unterbrechen und dachte mir, der Körper besteht zum Großteil aus Eiweiß und Wasser, daher kann eine zusätzliche Aufnahme nicht schädlich sein.

Mindestens einen großen Vorteil hatte diese lange Zeit jedoch für mich. Ich konnte alle möglichen, für mich vielversprechenden Heilmethoden ausprobieren. So habe ich heute einen besseren Überblick und wahrscheinlich auch ein besseres Gefühl als früher für das, was wirklich helfen kann. Natürlich ist die Neurodermitis eine sehr komplexe Krankheit und was bei dem einem hilft, wirkt noch lange nicht auch bei dem anderen.

Beispielsweise habe ich ab Winter 2012 sehr positive Erfahrungen mit der Eigenbluttherapie gemacht. Ebenfalls mit Lichttherapien, der Vitamin D - Therapie und der Bioresonanztherapie.

 

Heilmethoden bzw. Behandlungen, die ich ausprobiert habe:

  • Akupunktur
  • Colon-Hydro Therapie
  • Lichttherapie (UVA-1-Kaltlicht)
  • Lichttherapie (Bade-PUVA)
  • Stuhluntersuchung
  • Mikrobiologische Therapie
  • Eigenbluttherapie
  • Vitamin D – Therapie
  • NAET-Therapie
  • Schüssler Salze
  • Baden in Chlorbleiche
  • Baubiogische Standortuntersuchung der Wohnung (z.B. auf Schimmelpilze)
  • Diverse Schulmediziner besucht
  • Diverse Heilpraktiker besucht

…sowie an Salben/Pflege/Ernährung

  • Kortison
  • Harnstoffpräparate
  • Antihistaminika
  • Verwendung von Waschnüssen anstatt Waschpulver
  • Silbertextilien für die Nacht
  • Ernährungsumstellung
  • Nahrungsergänzung (Weihrauch-Tabletten, Hanföl / Omega3-Kapseln etc.)
  • Basenpulver
 
Image